Galina Schaan Revivals scheiden aus
In einem auf sehr gutem Nati-B-Niveau stehenden Spiel verloren die stark aufspielenden Schaaner gegen die «beste Nati-B-Mannschaft der Schweiz» klar mit 1:3.
Gleich zu Beginn des Spiels gaben die Westschweizer den Tarif für dieses Spiel bekannt. Mit nahezu perfekten Annahmen und damit einem fehlerfreien Angriffsspiel setzten sie die Schaaner von Beginn an unter Druck. Die Revivals hielten jedoch nach kleinen Startproblemen (1:4) sehr gut dagegen und konnten das Spiel bis zum 5:7 recht offen gestalten. Jetzt gelang es den Schaanern jedoch nur, das Servicerecht zurückzuholen, und wegen dem bereits erwähnten bärenstarken ersten Angriff von Lavaux gelang es ihnen nicht mehr zu punkten.
Durch den einen oder anderen individuellen Fehler der Revivals bzw. guten Sprungservices von Lavaux, zogen die Westschweizer Punkt um Punkt davon. Nach nicht weniger als 27 Minuten verloren die Revivals somit ihren ersten Satz dieser Saison mit 7:15.
Lavaux ohne Schwäche
Im zweiten Satz begannen die Galinesen mit risikoreicheren Services und siehe da, Lavaux geriet etwas aus der Balance. Mit der 4:1-Führung blitzte das Können der Schaaner etwas auf, jedoch nach einem Timeout der Gäste verschenkte man mit unerzwungenen Fehlern und ausgelassenen Punktchancen diesen Vorsprung umgehend. Die Schaaner konnten noch bis zum 6:6 mithalten, ehe dann das gleiche Spiel wie im ersten Satz begann. Das Servicerecht wechselte hin und her und Lavaux gelang es bei fast jedem Wechsel, einen oder zwei Punkte zu machen. Vor allem gegen den perfekten Hinterfeldangriff des Zweimeterhünen Dijkstra fand die Galinaabwehr kein Rezept. So endete auch dieser Satz mit 6:15 klar zugunsten der Westschweizer.
Wie Phönix aus der Asche
Nach diesen zwei für die Revivals ernüchternden Sätzen schien das Spiel seinen Lauf zu nehmen. Obwohl Galina wieder eine 3:0-Führung erspielte, verlief der Satz exakt gleich wie der zweite. Lavaux holte auf und ging 4:5 in Führung. Galina gelang noch einmal der Ausgleich zum 6:6, ehe man dann wieder unter dem permanenten Druck der Westschweizer zwangsläufig Eigenfehler beging. Beim Stande von 6:11 für Lavaux schien somit alles gelaufen.
Als ob die Schaaner nicht genug Probleme hätten, pfiff der zweite Schiedsrichter nun auch noch Aufstellungsfehler. Nach reger Diskussion und wieder richtiger Aufstellung seitens der Schaaner konnte es weitergehen. Während dieser Unterbrechung und der klaren 6:11-Führung schienen die Westschweizer das Spiel nur noch locker nach Hause bringen zu wollen, doch da hatten sie die Rechnung ohne die Revivals gemacht.
Galina war nun plötzlich obenauf und Lavaux wurde immer nervöser, gute Services erzwangen schlechte Annahmen und somit weniger druckvolle Angriffe. Beim Stande von 11:11 waren nun die Schaaner die Herren im Haus und punkteten nach Belieben. Die Fährte wieder aufgenommen, liessen sich die alten Cracks nicht zweimal bitten, und unter tosendem Applaus der wiedererweckten Zuschauer realisierte man mit 15:12 den Satzgewinn zum 1:2.
Lavaux konterte
Jetzt hoffte man natürlich, dass die Westschweizer auch weiterhin verwundbar sein würden, doch ehe man sich versah, stand es zur Ernüchterung aller 0:3 für die Gäste. Galina hatte nun nicht mehr die Kraft, gegen diese bestens eingespielte Nati-B-Mannschaft noch etwas auszurichten. Obwohl man mit Wechsel und Timeouts alles versuchte, war im einzigen Satz des Spiels unter 20 Minuten kein Kraut gegen den Tabellenführer der Nati-B-Westgruppe gewachsen, und mit 4:15 unterstrichen die Westschweizer die Kräfteverhältnisse in diesem Spiel eindrücklich. Galina Schaan verabschiedet sich somit auch in diesem Jahr mit einer ansprechenden Leistung gegen einen übermächtigen Gegner.