Revivals

Spielbericht 19. Dezember 1994

Galina «Revival» schlug sich selbst

Mit 0:3 verloren die «Revivals» gegen den Kanti Baden in einem zeitweise guten und hochstehenden Spiel.

Das klare Resultat widerspiegelt jedoch in keiner Weise die Stärkeverhältnisse während dieses Matches. Denn sowohl im ersten und vor allem im dritten Satz waren die Schaaner spielbestimmend. Doch zu viele «unforced errors» und eine schlechte Feldverteidigung vereitelten den Vollerfolg der Schaaner.

Unruhiger Beginn

Wie im letzten Cupspiel bekundeten die Galinesen einige Mühe, um ins Spiel zu kommen. Durch viele «Gastgeschenke» lagen die «Revivals» mit 2:6, 5:8 und 9:12 zurück, ehe sie sich endlich auf ihre Stärken im Block und Angriff besannen. Vor allem der Block hatte sich jetzt auf die «einzigen zwei» Angreifer bei Baden eingestellt und so gelang es, auf 13:13 auszugleichen. Baden wurde nun richtig nervös und als ein Angriff eines Badeners die Netzantenne beinahe entzweibrach, bejubelten die Galinesen bereits den 14. Punkt, doch die ansonsten solid pfeifenden Schiedsrichter sahen diesen Fehler nicht und so blieb es beim 13:13. Den lautstarken Protesten der Schaaner folgten zwei Punkte in Folge der Gäste und somit der 1. Satz mit 13:15.

Baden konsequent

Die Schaaner spielten zu Beginn des 2. Satzes ohne grosse «Nachwirkungen», ehe sich dann beim Stande von 3:3 einige Annahmeprobleme einschlichen. Baden ging mit 3:6 und 5:9 in Führung. Bei diesem Stand verletzte sich auch noch «Edelreservist» Augusto Pinto de Souza, sodass er in diesem Satz nicht mehr zum Einsatz kam. Die Gäste nutzten diese Situation konsequent aus (5:13) und beherrschten die nun konfus wirkenden Galinesen nach Belieben. Erst jetzt gelang es den «Revivals», noch einmal einigermassen ins Spiel zu kommen, und sie verbesserten das Resultat noch auf 8:15.

Furioser Beginn …

Mit viel Wut im Bauch ob der schlechten eigenen Leistung begannen die Schaaner geradezu furios. Baden, scheinbar im Gefühl des sicheren Sieges und den «alten Haudegen» nichts mehr zutrauend, wurde regelrecht überrollt. Doch auch jetzt zeigte sich die unkonstante Verfassung der Schaaner, als der sehr «unruhig» spielende Fehr einen Ball ohne Block beim Stand von 3:0 ins Aus schlug. Dieser leichtvergebene Punkt zum 4:0 sollte sich in diesem Satz noch rächen.

Die Schaaner beherrschten den Gegner in dieser Phase jedoch weiterhin nach Belieben und erst beim Stande von 8:1 konnten die Badener wieder Gegenwehr leisten. Annahmefehler, leichtfertig verschlagene Angriffsbälle und eine miserable Abwehrleistung sowie eine wieder stärker spielende Kanti-Mannschaft wandelten den Vorsprung zu einem 10:12-Rückstand. Jetzt war das Spiel in seiner entscheidenden Phase und die «Revivals» erblockten sich noch einmal einen 13:12-Vorsprung. Doch ein direkter Annahmefehler und zwei «dümmlich» gedonnerte Angriffsbälle in den gut positionierten Kanti-Block beendeten das Match.

Fazit: Die «Revivals» haben sicher nicht ihren besten Tag erwischt und Kanti Baden war für die durchschnittlich spielenden Galinesen in den entscheidenden Phasen des Matches einfach zu stark. Die Niederlage kann somit als knapp, als auch als klar interpretiert werden, denn wer die «Big-Points» macht, ist eine Klasse besser. Die «Revivals» zeigten jedoch, dass sie bei Bedarf auf gutem Nat.-B-Niveau spielen können und man darf gespannt sein, wie gut sie noch nächstes Jahr im Schuss sind.

Bericht in der Zeitung

Montag, 19. Dezember 1994, mit Foto: Ein gelungener Block der Galinesen – dennoch verlor der Viertligist gegen die starke NLB-Mannschaft aus Baden mit 0:3 (Foto: mn). Zum Vergrössern anklicken.

Zeitungsartikel: Galina «Revival» schlug sich selbst